Satzung des Jugendkutterwerk Bremen e.V.

(Beschlossen von der Mitgliederversammlung des Jugendkutterwerk Bremen e.V. am 06.03.2009)

Präambel

Mit der Geschichte der Hansestadt Bremen verknüpft ist die Erinnerung an die Schifffahrt
der vergangenen Jahrhunderte. Segelschiffe aus allen Kontinenten der Erde
bestimmten noch bis um das Jahr 1900 das Stadtbild und die Hafenanlagen von
Bremen.
Seinerzeit genoss das Bootsbauhandwerk hohes Ansehen. Auf seiner Grundlage
entwickelten sich Werften und Schiffbaubetriebe, die über die Region hinaus heute
noch weltweit bekannt sind. Bremen war der Startpunkt von Segelreisen in alle Regionen
der Welt.
Leider gingen jedoch durch den Prozess der fortschreitenden Industrialisierung traditionelle
Fertigkeiten der Bootsbaukunst verloren. Auch die traditionelle Seemannschaft
rückte durch die schnelle technische Entwicklung immer mehr in den Hintergrund.
Mit dem Ziel, der Erhaltung traditioneller Schiffe sowie die Vermittlung moderner
Bootsbautechniken und deren Weiterentwicklung unter Gesichtspunkten des Umweltschutzes
und der Ökologie gründete sich 1984 das JugendKutterWerk Bremen
e.V. Es wurden bis in die Mitte der 1990er Jahre in Fortbildungs- und Beschäftigungsmaßnahmen
Boote und Schiffe wie u. a. Balu und Esprit gebaut. Auch die Förderung
des Segelns als Breitensport war und ist Ziel des Vereins.
Die Vermittlung moderner Bootsbautechniken und deren Weiterentwicklung finden
vor dem Hintergrund aktueller Rahmenbedingungen im Vereinsleben keinen Raum
mehr.
Das Ziel, im Betrieb der Schiffe Vereinsmitgliedern und anderen Interessierten in
Auseinandersetzung mit dem Material und den Elementen, Hilfsbereitschaft, Gruppengeist
und Toleranz zu vermitteln rückt aktuell in den Mittelpunkt des Vereinslebens.
Der Verein möchte insbesondere jungen Menschen und Benachteiligten die
Freude am Segeln näher bringen und darüber hinaus eine Plattform für „Sailtraining
in allen Ebenen“ vom Anfänger bis zum Schiffsführer zu bieten.

§ 1 Name, Sitz und Geschäftsjahr des Vereins

Der Verein führt den Namen „Jugendkutterwerk Bremen“. Nach der Eintragung in
das Vereinsregister führt der Verein den Zusatz „e.V.“.
Sitz des Vereins ist Bremen. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

§ 2Vereinsziele

Ziel und Zweck des Vereins ist die Förderung
- des Segelsports
- der Völkerverständigung
- der Volksbildung


Zur Verfolgung dieser Zwecke besitzt und betreibt das Jugendkutterwerk Bremen
e.V. verschiedene Schiffe. Auf diesen sollen Vereinsmitglieder und andere sowohl
die Grundzüge des Segelsports auf Jollen, als auch Hochseesegeln und traditionelle
Seemannschaft erlernen.
Zur Förderung der Toleranz und der Völkerverständigung organisiert das Jugendkutterwerk
Bremen e.V. u. a. Fahrten im Rahmen jährlich stattfindender Regatten z.B.
der Jugendregatten (Tall Ships’ Races) der Sailtraining International.
Die Förderung der Berufs- und Volksbildung erfolgt durch die Vermittlung traditioneller
seemännischer Kenntnisse im Bereich des Segelsports. Diese erfolgt sowohl im
Rahmen der Fahrten auf den Schiffen, als auch in Veranstaltungen und Publikationen.

§3 Gemeinnützigkeit

Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne
des Abschnittes „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung.
Der Verein ist selbstlos tätig, er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.
Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden.
Die Mitglieder des Vereins dürfen in ihrer Eigenschaft als Mitglieder keine Zuwendung
aus Mitteln des Vereins erhalten. Der Verein darf keine Personen durch Ausgaben,
die dem Zweck des Vereins fremd sind oder durch unverhältnismäßig hohe
Vergütungen begünstigen.

§4 Beiträge

Der Verein erhebt Beiträge. Näheres regelt die Beitragsordnung, die nicht Bestandteil
der Satzung ist.

§5  Mitgliedschaft

Mitglied des Vereins können natürliche und juristische Personen werden.
Der Verein hat aktive und passive Mitglieder.
Die passive Mitgliedschaft wird durch Beitrittserklärung erworben. Sie gilt für die
Dauer eines Jahres. Die passive Mitgliedschaft gewährt dem Mitglied die Möglichkeit
der Teilnahme an allen Veranstaltungen und Maßnahmen des Vereins nach Maßgabe
der jeweiligen Nutzungs- und Beitragsordnung. Sie beinhaltet weder das aktive
noch das passive Wahlrecht im Verein.
Die passive Mitgliedschaft endet nach Ablauf eines Jahres, wenn sie nicht vom Mitglied
erneuert wird.
Die aktive Mitgliedschaft ist gegenüber dem Vorstand zu beantragen. Über die Aufnahme
als aktives Mitglied entscheidet der Vorstand. Wenn dieser die Aufnahme ablehnt,
so hat er den Aufnahmeantrag der Mitgliederversammlung zur Entscheidung
vorzulegen.
Die aktive Mitgliedschaft endet durch schriftlichen Austritt seitens des Mitgliedes,
durch Tod oder durch Ausschluss. Der Ausschluss kann erfolgen, wenn ein Mitglied
sich im Gegensatz zu den Vereinszielen betätigt. Der Ausschluss kann nur durch die
Mitgliederversammlung beschlossen werden.

§6 Vereinsorgane

Organe des Vereins sind der Vorstand und die Mitgliederversammlung.
Der Vorstand besteht aus dem Vorsitzenden, dem stellvertretenden Vorsitzenden,
dem Schriftführer und dem Kassenwart. Der Verein wird nach außen hin im Sinne
des § 26 BGB von einem der Vorstandsmitglieder alleine vertreten.
Der Vorstand arbeitet ehrenamtlich. Die Mitglieder des Vorstands haben nur Anspruch
auf Ersatz ihrer Auslagen.
Der Vorstand kann besondere Vertreter gemäß § 30 BGB bestellen, um den laufenden
Schiffsbetrieb zu gewährleisten.
Der Vorstand beschließt mit einfacher Mehrheit. Der Vorstand ist beschlussfähig,
wenn die Hälfte seiner Mitglieder anwesend ist. Die Beschlüsse werden protokolliert
und vom 1. Vorsitzenden unterzeichnet.
Der Vorstand wird für 2 Jahre gewählt. Die jeweils amtierenden Vorstandsmitglieder
bleiben nach Ablauf der Amtszeit solange im Amt, bis ihre Nachfolger gewählt sind
und ihr Amt antreten können. Scheidet ein Vorstandsmitglied während der Amtsperiode
aus, kann der restliche Vorstand ein Ersatzmitglied bis zur nächsten Mitgliederversammlung
wählen.
Der Mitgliederversammlung obliegen alle Aufgaben, die nicht von anderen Organen
des Vereins wahrgenommen werden. Insbesondere hat die Mitgliederversammlung
das Recht zur Rechnungsprüfung, zur Vorstandswahl und Abwahl und zum Ausschluss
von Mitgliedern.
Die Mitgliederversammlung ist mindestens einmal im Jahr einzuberufen.
Die Mitgliederversammlung ist ferner einzuberufen, wenn mindestens ein Drittel der
aktiven Mitglieder dies mit schriftlichem Antrag verlangt.
Zu allen Mitgliederversammlungen lädt der Vorstand schriftlich unter Beifügung der
Tagesordnung und unter Einhaltung einer Einladungsfrist von mindestens zwei Wochen
ein. Die Einladungsfrist beginnt mit der auf die Absendung folgenden Tag. Die
Absendung an die dem Verein zuletzt bekannt gegebene Anschrift genügt.
Die Mitgliederversammlung ist unabhängig von der Anzahl der anwesenden Vereinsmitglieder
beschlussfähig. Sie beschließt mit der Mehrheit der anwesenden Mitglieder.
Zur Berechnung der Mehrheit, werden nur die aktiven Mitglieder heran gezogen.
Beschlüsse über die Abwahl einzelner Vorstandsmitglieder bedürfen einer 2/3 Mehrheit
der anwesenden Mitglieder. Beschlüsse über Änderungen der Satzung und über
die Auflösung des Vereins bedürfen einer 2/3 Mehrheit der Anwesenden sowie der
Anwesenheit von mindestens der Hälfte der Vereinsmitglieder.
Sollte die Versammlung für die Satzungsänderung oder Auflösung nicht beschlussfähig
sein, kann die nächste einberufene Mitgliederversammlung über die der insoweit
beschlussunfähigen, vorherigen Mitgliederversammlung vorgeschlagenen Änderungen
der Satzung bzw. vorgeschlagenen Auflösung des Vereins mit 2/3 Mehrheit
der abgegebenen Stimmen der Anwesenden beschließen ohne Rücksicht auf die
Zahl der anwesenden Mitglieder, wenn darauf in der Einladung zu dieser Versammlung
besonders hingewiesen wurde.
Von den Sitzungen der Mitgliederversammlung einschließlich der Beschlüsse muss
eine Niederschrift angefertigt werden, die vom 1. Vorsitzenden zu unterzeichnen ist.

§7 Auflösung des Vereins

Bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins wird das Vermögen des Vereins einer anderen steuerbegünstigten Körperschaft
übertragen, die es ausschließlich und unmittelbar für steuerbegünstigte Zwecke
zu verwenden hat.
Beschlüsse über die künftige Verwendung des Vermögens dürfen erst nach Einwilligung
des Finanzamtes ausgeführt werden.
Als Liquidatoren werden die im Amt befindlichen vertretungsberechtigten Vorstandsmitglieder
bestimmt, soweit die Mitgliederversammlung nicht etwas anderes beschließt.